Handlungsfelder und Potenziale im regulatorischen Reporting (digitale Version)

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Handlungsfelder und Potenziale im regulatorischen Reporting
Stephan Weber, Hans-Gert Penzel
51 Seiten
ISBN: 978-3-945451-15-1

In der Studie hat ibi research an der Universität Regensburg zusammen mit plenum AG Management Consulting die Einflüsse der Regulatorik auf das Meldewesen sowie die entsprechenden Aktivitäten der Kreditinstitute untersucht. Im Mittelpunkt stehen Status quo, Veränderungsbedarf sowie die zukünftigen Schwerpunkte und Herausforderungen für die Anwendungsarchitektur und die Geschäftsstrategie. Insgesamt wurden 24 Experten aus allen deutschen Banksektoren und Größenklassen befragt.

Das Meldewesen liefert flexibel, was verlangt wird, aber der Einsatz dafür ist sehr hoch

Das Meldewesen in Kreditinstituten unterliegt aktuell starken Veränderungen. Insbesondere die vielfältigen und stetig wachsenden regulatorischen Anforderungen der nationalen und europäischen Aufsichtsbehörden sind hierfür verantwortlich. In Bezug auf die derzeitige Ausgestaltung des Meldewesens besteht bei einem großen Teil der befragten Institute hohe Unzufriedenheit. Knapp 50 % der Teilnehmer sehen insbesondere die Komplexität und die Kosten bzw. den Aufwand als sehr problematisch an, gefolgt von 38 %, die mit der Geschwindigkeit ihres Meldewesens eher unzufrieden sind. Am unkritischsten wird die Flexibilität eingestuft. Hier äußersten nur 26 % der Teilnehmer größeren Unmut.

Das zukünftige Risikoreporting ist besonders herausfordernd

Der höchste Veränderungsbedarf wird von circa 80 % der befragten Institute in den Feldern gesehen, die zum Teil noch keinen regelmäßigen Meldeauflagen unterliegen: BCBS 239 sowie Single Supervisory Mechanism (SSM) und Analytical Credit Dataset (AnaCredit). Erst danach folgen FINREP mit Bilanz- und GuV-Strukturen sowie Aktiv-/Passiv-Management. Deshalb erstaunt es auch nicht, dass in BCBS 239, SSM und AnaCredit die höchsten Umsetzungsaufwände erwartet werden. In diesem Zusammenhang stehen 50 % der Teilnehmer aber vor einer weiteren Herausforderung, da ihnen nach eigener Einschätzung die dafür benötigten Fähigkeiten und Ressourcen aktuell fehlen.

Der Weg in zukünftige, integrierte Finanzarchitekturen ist weit

Die Diskrepanz zwischen Ist- und gewünschter Soll-Finanzarchitektur ist hoch. 29 % der Institute sehen sich noch in der klassischen Welt mit separaten Säulen für Financial Reporting, Risk Reporting und Meldewesen. Andere befinden sich in verschiedenen Stadien des Übergangs zu einer hohen Integration mit darunter liegender, gemeinsamer Datenschicht. Nur ein Institut sieht sich bereits dort angekommen, aber 58 % aller Häuser haben dies als Ziel, vor allem getrieben durch BCBS 239. Damit sieht über die Hälfte der Häuser große Implikationen für den Umbau. Hier stellt sich allerdings die Frage, ob dieses Ziel angesichts des großen Aufwands erreichbar ist.

Die Studie zeichnet ein repräsentatives Bild der deutschen Bankenszene

Die Ergebnisse beruhen auf einer umfassenden, online-gestützten Befragung von 24 Experten aus allen deutschen Banksektoren und Größenklassen. Die Teilnehmer wurden ausschließlich in persönlicher Ansprache gewonnen und bei der Beantwortung nach Bedarf begleitet.

Rahmendaten der Studie:

  • Laufzeit der Befragung: Januar 2015 bis Mai 2015
  • Art der Befragung: Expertenbefragung (Verantwortliche für das Meldewesen in Kreditinstituten)
  • Zahl der Befragten: 24
  • Umfang: 51 Seiten
  • Inhalte: Erhebung des Status quo, Einschätzung des Veränderungsbedarfs, Herausforderungen für die Anwendungsarchitektur, Umsetzungsstrategien, Geschäftsstrategische Auswirkungen