Zunehmende Divergenz bei Geschäftsmodellen von Peer-to-Peer-Lending-Plattformen in Deutschland: Anom


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Zunehmende Divergenz bei Geschäftsmodellen von Peer-to-Peer-Lending-Plattformen in Deutschland: Anom

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In diesem Artikel wird analysiert, wie sich die Geschäftsmodelle von ausgewählten Peer-to-Peer-Lending-Unternehmen in Deutschland derzeit darstellen. Die Analyse der Geschäftsmodelle der Peer-to-Peer-Lending-Plattformen Auxmoney, Smava und Lendico zeigt, dass alle drei Fallstudienunternehmen eine andere Geschäftsmodellvariante verfolgen. Die davon abgeleitete These einer zunehmenden Divergenz bei den Geschäftsmodellen in der deutschen Peer-to-Peer-Lending-Branche steht scheinbar im Gegensatz zur bisherigen Theorie zur Entstehung von Standardgeschäftsmodellen. Es wird die These aufgestellt, dass dieser Widerspruch aufgelöst werden kann, wenn man den globalen Kontext der Branche berücksichtigt: Angesichts des Ursprungs von Kreditplattformen durch Pioniere außerhalb des deutschen Marktes wie Zopa (UK), Prosper (USA) und Lending Club (USA) wird vermutet, dass sich die deutschen Peer-to-Peer-Lending-Plattformen insgesamt in einer Folgerposition befunden haben und größtenteils die bestehenden Vorbilder zunächst übernommen und später entsprechend ihres lokalen Wertschöpfungsnetzwerkes modifiziert haben. Dieses Ergebnis wirft die Frage auf, ob eine reine Imitationsstrategie von „Copycats“ bei Kreditplattformen erfolgversprechend sein kann und eine Anpassung an die jeweiligen Markt- und Wettbewerbsbedingungen im Wettbewerb der digitalen Plattformen auch weiterhin wichtig bleibt. Die formulierten Thesen und Fragestellungen zeigen weiteren Forschungs- und Handlungsbedarf auf und bieten einen empirisch fundierten Ausgangspunkt für weitere umfassendere empirische Studien im FinTech-Bereich.

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